Hier einige Bilder aus unserem ehemaligen Arbeitsalltag:




Das 'Köpfen' eines Baumes ist kein Pflegeschnitt! Diese Fichte hatte danach eine solche Krone ausgetrieben:



Gar nicht so selten trifft man beim Sägen eines Stammes auf irgendwelche Metallteile wie Nägel, Zaundraht und ähnliches. Im Stumpf rechts oben befand sich völlig eingewachsen der Rest eines alten Zaunpfahles, der die Sägekette innerhalb von Sekundenbruchteilen ruiniert hatte.
Der ungewöhnlichste Fund war allerdings diese 2-Pfennigmünze, die sich beim Anlegen des Fallkerbs an einer über 50-jährigen Fichte tief im Stamm der Säge in den Weg stellte:







Das Arbeitstier schlechthin: Stihl MS200T, meiner Meinung nach die robusteste und zuverlässigste Top-Handle-Säge, die jemals gebaut wurde.








Wieder einmal eine großartige Aussicht als Belohnung für die Kletterei:

Riesenmammutbaum
(Sequoiadendron giganteum)
Ein wunderschöner Baum, der vor gut 30 Jahren leider viel zu dicht an Haus und Grundstücksgrenze gesetzt wurde...
  Die gewaltigen Äste haben wir mit einer 'Speed-Line' zu Boden gleiten lassen:

Stihl MS038 mit 90cm Schneidgarnitur   ...und übrig bleibt eine Menge Kaminholz


Abtragen einer Eiche mit LKW-Hubarbeitsbühne:






Diese gewaltige und sehr alte Eiche machte von Aussen noch einen prächtigen Eindruck. Bei näherer Betrachtung sieht man leider diese beiden Problemstellen:

Die beiden markierten Stellen zeigen zwei Druckzwiesel, von denen der obere bereits gebrochen ist, es droht der komplette Ausbruch des linken Stammes. Er hat an dieser Stelle einen Durchmesser von über 50cm, die Krone oberhalb dieses Zwiesels war noch gut 15m hoch.

Der obere Zwiesel aus der Nähe:



Der Stamm unterhalb des unteren Zwiesels zeigt auf beiden Seiten Rindenwölbungen und gut 3m lange Risse bis knapp über den Boden. In die Faulstelle mit ca. 30cm Durchmesser zwischen den beiden Stämmen konnte ich nahezu widerstandslos einen 2m langen Eisenstab versenken.
Ich denke, man kann sich gut vorstellen, welche Gefahr von einem solchen Baum ausgeht.

An dieser Stelle möchte ich einmal eine Anmerkung für die besorgten Baum-Liebhaber einfügen, die sich bei nahezu jeder größeren Fällung einfinden und den Baumfäller gerne zur Rede stellen oder ihn manchmal sogar wüst beschimpfen.

Ich bin mir sicher, das es in unserer Branche niemanden gibt, der einen solchen Baum leichtfertig und ohne Grund fällt. Auch 'uns' tut es leid, das ein so alter Baum entfernt werden muss, aber mit Bäumen ist es wie mit allen Lebewesen: eines Tages ist das Lebensende erreicht. Wenn ein solcher Baum fern ab der Zivilisation in einem Wald steht, kann man der Natur ruhig ihren Lauf lassen. In der Nähe eines Wohnhauses, eines Fußweges oder einer Straße ist er aber eine Gefahr für Leib und Leben. Alleine der materielle Schaden, den ein auseinander brechender Baum mit diesen Ausmaßen anrichten kann, ist gewaltig, von möglichen Personenschäden ganz zu schweigen.
Dieser Baum war durch eine örtliche Baumschutzsatzung geschützt, aber auch das zuständige Grünflächenamt hat nach einer Besichtigung vor Ort die baldige Fällung empfohlen.





Feierabend!   :-)